Schlösser und Parks in Thüringen

An dieser Stelle möchten wir Ihnen sehens- und empfehlenswerte Schlösser und Gärten in der Thüringer Region vorstellen. Während eines Aufenthaltes im thüringer Wald werden Sie schon auf der Anreise das eine oder andere Schloss passieren.

Treffen Sie vor Ihrer Anreise einfach schon eine Auswahl, welches Schloss Sie eventuell interessieren könnte.

Schloss Callenberg in Beiersdorf bei Coburg

Schloss Callenberg in Beiersdorf bei Coburg

Schloß Callenberg liegt im Nordwesten von Coburg und erhebt sich auf einem Bergkegel inmitten des Callenberger Forstes. Dort bildet es ein Zentrum eines der beliebtesten Naherholungsgebiete im Coburger Landkreis. Malerisch gewundene Waldwege führen zu Teichen und einem Dammwildgatter.

Rosengarten im Schloss Callenberg bei Coburg

Der Rosengarten des Schlosses ist nicht nur ein bezauberndes Schmuckstück, er überrascht auch mit ganz besonderen, historischen Rosenzüchtungen. Früher wurden sie nach Mitgliedern des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha benannt. Darunter findet sich auch die weltweit erste Züchtung einer dornenlosen Rose, die nach der heutigen Kronprinzessin Victoria von Schweden benannt und von Königin Silvia getauft wurde.

Veste Coburg - eine Burganlage in Coburg

Veste Coburg

Die Veste Coburg auch Fränkische Krone genannt, hat tätsächlich wenn man diese aus der südlichen Ferne betrachtet die Form einer Krone. Sie erhebt sich auf 463 m über dem Meeresspiegel auf dem höchsten Punkt im ganzen Coburger Umkreis dem Festungsberg, welcher ein südlicher Ausläufer des Thüringer Waldes ist. Die Burg, die ihre erste urkundliche Erwähnung 1056 fand, ist eine der besterhaltensten Anlagen in Deutschland.

Veste Coburg im Winter - der Eingang -

Der Eingang zur Burganlage.
Im Hintergrund sieht man den Bulgarenturm.

Innenhof der Veste Coburg

Der Westliche Burghof mit Carl-Eduard-Bau und Steinerner Kemenate.

Der spätgotische Flügelbau, der die beiden Burghöfe trennt, wurde 1914 umgebaut und erhielt so sein heutiges Erscheinungsbild. Er wurde nur unwesentlich verändert und erhielt einen neuen Dachstuhl.

Denkmal Martin Luther

1530 weilte der Reformator Martin Luther für ein halbes Jahr auf der Veste Coburg, wo sein Zimmer besichtigt werden kann. Die Lutherstube als Ort der Erinnerung wird seit 1604 in den Büchern der Veste aufgeführt und zog schon sehr viele Besucher an.

Das Bild zeigt das Luther-Denkmal am Treppenturm der Steinernen Kemenate das aus Muschelkalk hergestellt wurde.

Schloss Ehrenburg in Coburg

Schlossansicht der Ehrenburg in Coburg

Schloss Ehrenburg ist die ehemalige Stadtresidenz der Coburger Herzöge. Hinter dieser Fassade verbirgt sich eine wahrhaft mächtige Anlage, welche auf eine 450-jährige Geschichte zurückblickt.

Im 16. Jahrhundert verlegte Herzog Johann Ernst seine Hofhaltung von der Veste hinab ins Schloss. Dort ließ er 1543 eine Dreiflügelanlage errichten. 1547 soll Kaiser Karl V. dem vollendeten Schloss den Namen Ehrenburg gegeben haben, da der Bau ohne Frondienste errichtet wurde.

Als Bauherr hat Herzog Ernst I. in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Erscheinungsbild der Ehrenburg entscheident geprägt. Seine Generation begann eine Familienpolitik, die die Coburger durch Heirat auf die bedeutendsten Throne Europas brachte. Die zahlreiche Porträts in den Räumen des Schlosses führen noch heute eindrucksvoll die verwandtschaftlichen Beziehungen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha dem Besucher vor Augen.

Ein eigens für die Aufenthalte Queen Victorias eingerichtetes Schlafzimmer, erinnert an ihre zahlreichen Besuche in Coburg. Etwa 1860 wurde sogar ein Mahagoni-umkleidetes Wasserklosett aus englischer Herstellung eingebaut. Dieses ist wohl eines der ersten auf dem gesamten europäischen Kontinent. Natürlich können Besucher auch die Einrichtungsgegenstände hoher Qualität aus der Zeit des Historismus bestaunen und sich vom Wohnstil der Herzöge im letzten Jahrhundert beeindrucken lassen.

Veste Heldburg - Die Fränkische Leuchte

Die Burganlage der Veste Heldburg

Dem Wanderer bietet sich etwa 2 km westlich des Georgenberges im Rodacher Stadtwald ein herrlicher Ausblick. Auf einem Bergkegel aus Phonolith thront 400 m ü.d.M. die Veste Heldburg oder auch Fränkische Leuchte genannt.

Schloss Heidecksburg in Rudolstadt

Barockschloss Heidecksburg

Das Barockschloss Heidecksburg ist das ehemalige Residenzschloss der Fürsten zu Schwarzburg-Rudolstadt in Rudolstadt. Das Schloss erhebt sich direkt über Rudolstadt, rund 60 Meter über dem Altstadtkern.

Das Schloss hob sich unter den Residenzen der zahlreichen thüringischen Kleinstaaten dieser Zeit durch seine große Prachtentfaltung hervor, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

Ein Besuch dieses Schlosses lohnt allemal!

roter Saal im Schloss Heidecksburg

Die herausragende Dekoration des 12 Meter hohen Festsaals, welcher ursprünglich eine strickt rechteckige Form hatte, mit wellenförmig geschwungenen Wänden, Ofennieschen auf den schmalen seiten, abgerundeten Ecken mit einer Büfettnische und Logen im oberen Teil und reiche Stuckverzierungen und einem Deckenfresco sind sehr imposant anzuschauen.

Grünes Zimmer im Schloss Heidecksburg

1750 wurden einige Zimmer auf der nördlichen Seite renoviert. Sie alle gruppieren sich um den Grünen Saal und wurden um 1770 fertiggestellt und verfügen über einen genauso reichen Schmuck aus Stuck, Deckengemälden und Wandbildern, wie man hier sehr schön auf dem Foto sehen kann.

Schloss Rosenau in Rödental

Schloss Rosenau

Die Harmonie von Schloss, Park und Landschaft von Rosenau macht den besonderen Reiz dieses Baues der Romantik aus. Nach englischen Vorbildern angelegt, bietet der Landschaftsgarten noch heute ohne eingrenzende Mauern, eine in die Umgebung übergehende Optik.

Seit 1990 ist das detailreich restaurierte Schloss als Museum wieder öffentlich zugänglich. In einer knapp einstündigen Führung können Besucher alle Räume der beiden unteren Stockwerke mit dem original Mobiliar aus der Biedermeierzeit besichtigt werden. Im Marmorsaal des Schlosses finden regelmäßig Sommerkonzerte statt.

Einmal jedes Jahr im Sommer veranstaltet die Stadt Rödental auf den Wiesen des Schlosses ein mittelalterliches Volksfest.

Seit 1989 ist in der ehemaligen Orangerie, in die früher seltene Pflanzen zur Überwinterung kamen, ein Museum für modernes Glas, untergebracht. Auf 350 Quadratmetern Ausstellungsfläche kann man zeitgenössische gläserne Kunstobjekte sowie Gebrauchsgegenständen wie Trinkgläser und Vasen bis zu Skulpturen sehen. Eine Erweiterung des Museums ist für 2009 geplant.

Burg Lauenstein im Frankenwald

Burg Lauenstein im Frankenwald

Die traumhafte und sagenumwobene Anlage Burg Lauenstein ist eine mittelalterliche Höhenburg die im thüringisch – fränkischen Schiefergebirge auf der Spitze eines bewaldeten Hügels bei Lauenstein tront.

Nach einer Sage wird erzählt, daß die Burg Lauenstein bereits von König Konrad I. im Jahre 915 als Bollwerk gegen vordringende Sorben errichtet wurde.

Der Markgraf von Brandenburg – Kulmbach und Bayreuth kaufte im Jahr 1622 die Burg, sie fiel jedoch 1791 an Preußen und 1803 an Bayern. 1896 erwarb der Burgenromantiker, Dr. Erhard Messmer die heruntergekommene Burganlage und ließ sie renovieren und mit neuem Inventar bestücken.

Seit 1962 ist die Anlage im Besitz des Freistaates Bayern und wird heute von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut.

In der Hauptburg kann man heute ein Museum, mit über 20 Schauräumen im Rahmen einer Führung besichtigen besichtigt. Die Ausstellungsräume bieten umfangreiche Fachsammlungen über Schlösser und Schlüssel, Waffen und Rüstungen, Mobiliar vom 15. bis 19. Jahrhundert und Beleuchtungskörper. Besonders sehenswert sind vor allem der Orlamündesaal mit seinen Wandteppichen auf denen Darstellungen von mittelalterlichen Gegebenheiten zu finden sind, der sterngewölbte Rittersaal, der Betsaal mit einem religiösen Bilderfries und das Jagdzimmer mit einer reiche verzierten Kassettendecke.

Eingang zur Burg Lauenstein

Das Lauensteiner Burgfest ist ein echtes Highlight. Der Ort Lauenstein wird hier für die Festtage, in eine mittelalterliche Kulisse versetzt. Gaukler, Landsknechte und Mägde kann man alle zwei Jahre am vierten Wochenende im Juni, im mittelalterlichen Ambiente früher Zeiten erleben.

Öffnungszeiten:
1.4.-30.9., von 9 bis 18 Uhr, (letzte Führung um 17 Uhr)
1.10.-31.3., von 10 bis 16 Uhr, (letzte Führung um 15 Uhr). Montags geschlossen.

Unser Tip: Nach einer Burgbesichtigung fahren sie noch in der historischen Fischbachsmühle am Fuße der Burg Lauenstein vorbei und probieren sie direkt bei den Chocolatiers der Confiserie Lauenstein, die aus Meisterhand handgefertigten Trüffel- und Pralinenspezialitäten. Noch heute werden diese nach traditionellen und überlieferten Rezepturen in handwerklicher Tradition gefertigt.

Burgruine Altenstein

Die Ruine Altenstein liegt zentral über dem gleichnamigen Dorf auf einem Höhenrücken der Haßberge.

Einst war sie der Stammsitz der Herren von Stein zu Altenstein. Die Burg und die Kapelle wurden 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde von Anfang an von mehreren Familienzweigen gemeinschaftlich bewohnt.

Während des Bauernkrieges 1525 wurde die Burg Altenstein erstmals beschädigt und im dreißigjährigen Krieg erneut verwüstet. Damit setzte der wirtschaftliche Niedergang des Geschlechtes von Altenstein ein, die die Anlage 1703 verliesen. Durch den Umzug in ihr neu erbautes Schloss Pfaffendorf verfiel die Burganlage mehr und mehr zu ihrem heutigen ruinösen Zustand.

Heute befindet sie sich im Besitz und in der Obhut des Landkreises Hassberge und gehört zu den größten und eindrucksvollsten Burgruinen Frankens. Inzwischen ist die Burg vorbildlich gesichert und erschlossen und kann tagsüber kostenlos besichtigt werden.
Besucher können auf einem Rundweg um die gesamte Kernburg herumwandern und auch bisher unzugängliche Teile sehen.

Brücke der Burgruine Altenstein

Brücke, Tor und Bergfried der heutigen Ruine.

Über eine steinerne Brücke, die den etwa 15 Meter breiten Graben überspannt, gelangt man zum Haupttor, das von zwei dicken Rundtürmen flankiert wird. Dieser Torbau ist Teil einer Zwingeranlage, die in einem späteren Bau, der älteren Kernburg vorgelegt wurden. Das Haupttor wurde an die heutige Stelle verlegt, da das ursprüngliche Tor zugemauert wurde aber noch heute an der Südseite erhalten ist.

Eingang in die Burgruine Altenstein

Die frühere Kapelle, an der Ostseite entstand ab 1438. 1563 entschloss man sich, zu einer Errichtung einer eigenen Pfarrkirche. Diese wurde auf einem Plateau vor dem Burgeingang erstellt. Dieser Sakralbau wurde 1908/09 wegen der gut erhaltenen neuromanischen Kirche abgerissen. Die Kapelle hatte ein rechteckiges Langhaus und einen östlich angefügten, netzgewölbten Chor unter dem sich offenbar die Gruft der Burgherren befand.

Die Ruine der spätgotischen Burgkapelle Altenstein

Der turmartige Anbau des Chores ist noch zweigeschossig am hinteren Teil erhalten. Rechteckige Fensteröffnungen ließen früher Licht in das Innere, des von zwei Kreuzgewölben überspannten Raumes fallen. Nur die Grundmauer des Langhauses ist auf der Nordseite erhalten geblieben. Durch das langsame Abrutschen der Burgfelsen kam eine spektakuläre Schräglage der Chormauern zustande, die durch eine aufwändige Sanierung der Substanz, auf längere Zeit gesichert wurde.

Die Lauterburg - Eine Ruine im Oberfränkischen

Die Reste der Lauterburg liegen oberhalb des Ortes Oberwolsbach auf einem Felsvorsprung 506 m ü. d. M. .Die Ruine ist ein beliebtes Ausflugsziel, weil sie einen herrlichen Ausblick über die Gegend gewährt.

Zerstört wurde sie im 30jährigen Krieg, nachdem sie lange Zeit den bedrängten Bauern der Umgebung Unterschlupf gewährte. 1706 ließ Herzog Ernst Ludwig von Meiningen das Jagdschloß Ludwigsburg auf dem Grund der Burg errichten. Der Bau konnte aber nicht abgeschlossen werden da die Linie der meininger Herzöge ausstarb. Ein nicht enden wollender Streit um den zukünftigen Besitz des Schlosses, zwischen den Herzögen von Coburg und Gotha, wurde dem Schloß zum Verhängnis. Es verfiel und schließlich wurden die Steine zum Bau von neuen Häusern der Bauern verwendet.

Im April 1959 wurden die restlichen hoch aufragenden Mauern gesprengt um die Sicherheit der Besucher nicht zu gefährten.

Heute finden hier wieder Veranstaltungen statt und von der Südmauer aus genießt man entlang eines Natur- und Wanderpfades aus, den weiten Ausblick ins Itztal.

Burgruine Straufhain

Die Ruine liegt naher der Orte Rudeldorf, Roßfeld und Streufdorf auf dem Gipfel des Berges Straufhain, der mit 449 Meter die höchste Erhebung des Heldburger Landes ist. Ein Wanderweg führt gut beschildert hinauf durch einen Weißbuchen- und Eichenwald zu den Überresten der Burg Strauf. Nur in den Wintermonaten kann man die Mauern vom Tal aus erkennen, sonst wird die Ruine vom dichten Laubwald verdeckt.

Nur noch die Reste des einstigen Palas sind erhalten geblieben, die dicken Mauern sind heute noch recht eindrucksvoll. Sie bestand aus mehreren Gebäuden die eine Schildmauer umgab, und den gesamten Gipfel des Berges einnahmen. Nur über Zugbrücken unterhalb einer weiteren Deckungsmauer gab es einen Zugang. Das Leben auf der Burg wurde etwa um 1525 durch den Bauernkrieg unmöglich, da sie die Burg abbrannten.

Das Schloss Tambach mit seinem Wildpark

Der Wildpark Tambach bietet mit seiner schönen und abwechslungsreichen Landschaft zahlreichen Wildtieren eine weiträumige natürliche Lebensweise. Europäisches Hoch- und Niederwild, Rot-, Dam-, Schwarz- und Steinwild können Jung und Alt gleichermaßen bestaunen.

So wird es den Besuchern ermöglicht, Gehege direkt zu betreten und sich darin zu bewegen. Ein Highlight bildet der Bayerische Jagdfalkenhof mit Flugvorführungen. Greifvögel von Adlern und Geier bis zu Falken und Eulen werden in Vorführungen in eindrucksvoller und spannender Weise vorgestellt. Fischereimöglichkeiten, Kinderspielplätze, Reitgelegenheiten und ein Naturlehrpfad sowie lange Spazierwege durch die reizvolle Parklandschaft des Schloss Tambach, bieten für jeden Besucher etwas.

Das Schloss selbst wird von der Familie zu Ortenburg, Heinrich Graf zu Ortenburg, dessen Frau und seiner Mutter Agathe Gräfin zu Ortenburg geb. Gräfin von Schaesberg, bewohnt und ist im Regelfall nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Im Rahmen des Tambacher Sommers finden im Schlosshof eine Reihe unterschiedlicher Konzerte statt. Jeden zweiten Sonntag im September, dem Tag des Offenen Denkmals, können einige Räume des Schlosses und die Schlosskirche besichtigt werden.

Am dritten Adventswochenende eines jeden Jahres findet im Schlosshof ein traditioneller Weihnachtsmarkt statt, hier wird ein Teil der privaten Räume für Besucher geöffnet. Ausstellungen und Konzerte zur Weihnachtszeit runden dann das Marktgeschehen ab.

Ansichten Wildpark und Schloss Tambach

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